Praxis statt Theorie
Es vermittelt demokratische Kompetenzen durch Beobachtung, Beteiligung und Reflexion von Wahlprozessen – neutral, unabhängig und praxisnah.
Überparteiliches Bildungsprojekt:
Wahlbeobachtung für Jugendliche
an Schulen und in Gruppen
Jugendliche beobachten Wahlen.
Der Ansatz des Projekts lässt sich in drei zentrale Bereiche gliedern, die zusammen das Lernkonzept von Wahlwatching bilden.
Es vermittelt demokratische Kompetenzen durch Beobachtung, Beteiligung und Reflexion von Wahlprozessen – neutral, unabhängig und praxisnah.
Das Projekt fördert kritisches Denken, das Verständnis demokratischer Prinzipien sowie den reflektierten Umgang mit Informationen und Medien.
Die Methodik basiert auf internationalen Standards der Wahlbeobachtung und auf der Erfahrung von Expert:innen aus weltweiten Missionen.
Schülerinnen und Schüler beobachten Wahlen und schlüpfen in die Rolle von Kurz- und Langzeitwahlbeobachtern.
Sie erfahren, welche Rolle die verschiedenen Akteure aus Politik, Gesellschaft, Medien und Recht im Prozess der Wahlen spielen und bekommen Einblicke in die Abläufe am Wahltag sowie bei der Auszählung der Stimmen.
Bei Wahlwatching steht der pädagogische Aspekt im Vordergrund, weniger die tatsächlichen Beobachtungsergebnisse. Grundsätzlich wird für Prozesse und Akteure bei Wahlen sensibilisiert. Zugleich erleben sich die Teilnehmenden selbst als aktiv Handelnde und Beteiligte ihres Gemeinwesens.
Grundsätzlich ist Wahlwatching auch für andere Zielgruppen offen
Grundsätzlich ist Wahlwatching auch für andere Zielgruppen offen
Internationale und zivilgesellschaftliche lokale Wahlbeobachtung beobachtet und bewertet den Prozess nach internationalen Standards und den jeweiligen lokalen Gesetzen.
Sie ist unabhängig und politisch neutral.
Sie schafft Transparenz und trägt dazu bei, das öffentliche Vertrauen in den Prozess zu stärken. Damit stärkt Wahlbeobachtung die Demokratie.
„Jeder, der auf die handelnde Mitgestaltung in der Welt verzichtet, trägt mit seiner unpolitischen Verfasstheit dazu bei, der politischen Verfassung einer Republik ihr Lebenselixier zu entziehen.“(Hannah Arendt zur politischen Einstellung in der Demokratie)
Wahlen sind ein wichtiger Teil einer funktionierenden Demokratie. Sie müssen frei, gleich, geheim, unmittelbar und allgemein sein. Leider ist das nicht immer und überall der Fall. Da lohnt sich ein genauer Blick auf das, was im Vorfeld von Wahlen und am Wahltag selbst stattfindet.
Das Projekt beginnt mit einem ungewöhnlichen pädagogischen Experiment – dem „Gummibärchen-Referendum“.
Soll es am Ende Gummibärchen für alle geben?
Die erwartete Antwort ist „Ja“. Doch was passiert wirklich, wenn die Gruppe abstimmt?
Für viele Schüler:innen ist dies der erste Moment, in dem sie am eigenen Leib erfahren, wie leicht die Fairness eines Verfahrens verletzt werden kann – und warum Regeln nicht aus bürokratischen Gründen existieren, sondern Vertrauen und Transparenz schaffen. Genau diese Erfahrung ist der Ausgangspunkt für Wahlwatching.
Das Projekt kann im Kurzzeitformat oder als Langzeitformat umgesetzt werden – je nach Zeitrahmen und Bedarf der Teilnehmenden.
(Short-Term)
(Long-Term)
Die Schulung ist praxisorientiert aufgebaut und kombiniert Vorbereitung, aktive Teilnahme und gemeinsame Reflexion.
Die Teilnehmenden erhalten eine altersgerechte Einführung in den Wahlprozess, demokratische Grundprinzipien und die Rolle von Wahlbeobachtenden.
Gemeinsam werden Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Beobachtungskriterien erarbeitet und eingeübt.
In Planspielen oder bei der begleiteten Beobachtung realer Wahlprozesse wenden die Teilnehmenden das Erlernte praktisch an.
Die Erfahrungen werden gemeinsam ausgewertet, reflektiert und in einen größeren demokratischen Zusammenhang eingeordnet.
Alle können profitieren: Teilnehmende, die Gesellschaft und nicht zuletzt die Demokratie
Das Projekt fördert kritisches Denken, das Verständnis demokratischer Prinzipien sowie den reflektierten Umgang mit Informationen und Medien.
Ein fertiges Bildungskonzept, das sich einfach in den Unterricht integrieren lässt: didaktische Materialien, Koordinator:innen-Begleitung und eine transparente Projektstruktur.
Förderung demokratischer Bildung, gesellschaftliches Engagement und Beteiligung an einem sozial relevanten Bildungsprojekt.
Wahlwatching unterstützt Schulen bei der Umsetzung demokratischer Bildung und fördert die aktive Beteiligung junger Menschen an gesellschaftlichen Prozessen.
Wahlwatching bietet Förderern die Möglichkeit, demokratische Bildung zu stärken und die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen sinnvoll zu unterstützen.
Wofür die Mittel eingesetzt werden:
Das Projekt Wahlwatching wird unter Mitwirkung von Fachkräften mit Erfahrung in der internationalen Wahlbeobachtung sowie in der politischen Bildungsarbeit umgesetzt.

Dr. Jana Bürgers – ist seit 2002 als internationale Wahlbeobachterin tätig. Die studierte Kulturwissenschaftlerin promovierte in osteuropäischer Geschichte und fand so über die Teilnahme als Kurzzeitbeobachterin in der Ukraine selbst Zugang zur Wahlbeobachtung.
Seit 2014 ist sie jährlich auch als Langzeitwahlbeobachterin im Einsatz für die OSZE und die EU. Sie beobachtete Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Zentralasien, Russland, der Ukraine, auf dem Balkan, im Kaukasus, in den USA, in Kenia und Malawi.
Als Mutter und Musikpädagogin sowie leidenschaftliche Demokratin ist ihr die Vermittlung von Wissen über diese beste aller möglichen Regierungsformen ein Anliegen.
So entstand die Idee von Wahlwatching
Wahlwatching entstand im April 2025 aus dem Wunsch der youngcaritas, mehr politische Bildung anzubieten und der Idee von Jana Bürgers, ihre eigene Begeisterung für Wahlbeobachtung nicht nur zu teilen, sondern auch andere erleben zu lassen.
Ein erstes Projekt war die Beobachtung der Landtagswahlen in Baden-Württemberg am 8. März 2026. Ca. 100 Jugendliche aus Ulm, Ehingen und Stuttgart besuchten Einführungsveranstaltungen und erlebten bei einem Referendum über Gummibärchen die Tücken einer Wahl hautnah.
So vorbereitet konnten sie nun die Vorbereitungen und die Durchführung der Landtagswahlen begleiten. Sie sprachen mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen und lernten die Abläufe am Wahltag und bei der Auszählung kennen.
Die Teilnahme ist für Schüler:innen ab der Sekundarstufe geeignet. Die genaue Altersgruppe wird je nach Format und Schule abgestimmt.
Ja. Das Format wird pädagogisch begleitet und so gestaltet, dass die Teilnahme für Schüler:innen in einem geschützten und klar strukturierten Rahmen stattfindet.
Je nach Format erfolgt die Anmeldung gesammelt über die Schule oder betreuende Lehrkräfte. Eine eigenständige Registrierung ist in der Regel nicht notwendig.
Der zeitliche Umfang hängt vom jeweiligen Format ab. In der Regel lässt sich das Projekt gut in den Schulalltag integrieren.
Wahlwatching ist politisch bildend, aber parteipolitisch neutral. Ziel ist es, demokratische Prozesse besser zu verstehen und kritisch einzuordnen.
Die Teilnehmenden werden je nach Umsetzung durch Lehrkräfte, Projektverantwortliche oder eine pädagogische Begleitung unterstützt.
Das ist möglich und sinnvoll. Das Projekt kann in Unterricht, Projekttage oder schulische Begleitformate eingebunden werden — abhängig von Schule und Zeitrahmen.
Es werden nur dann Daten erhoben, wenn dies organisatorisch notwendig ist. Der Umgang mit personenbezogenen Daten erfolgt datenschutzkonform.
Je nach Format kann eine Teilnahmebestätigung oder ein Zertifikat ausgestellt werden. Das wird im jeweiligen Ablauf kommuniziert.
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